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ArtikelZertifizierungsguides

Google Generative AI Leader Exam

Ein praxisnaher Überblick über die Google Cloud Generative AI Leader Prüfung, inklusive Vorbereitungsstrategie, Lernmethoden, Tipps zur Online-Proctoring-Umgebung und Prüfungserfahrung.

Veröffentlicht: Lesezeit: 7 Min.Autor: Pavel Gulin

Ich habe vor Kurzem die Google Cloud Generative AI Leader Prüfung bestanden. Für mich war das nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern auch eine weitere Bestätigung eines Vorbereitungsansatzes, den ich über mehrere Google-Cloud-Zertifizierungen hinweg schrittweise verfeinert habe.

Für alle, die sich auf diese oder eine ähnliche Prüfung vorbereiten, ist aus meiner Sicht vor allem eines wichtig: Eine klare, einfache Struktur bringt mehr als hektisches Lernen kurz vor dem Termin.

Mit dem offiziellen Sample Test beginnen

Mein erster Schritt war der Sample Test auf der offiziellen Google-Cloud-Website.

Das hatte direkt zwei Vorteile:

  • ich bekam ein Gefühl für die Art der Fragen
  • ich konnte früh erkennen, welche Themen ich noch gezielt wiederholen sollte

Nach dem Test habe ich jede Antwort durchgesehen, Wissenslücken notiert und den Ergebnislink zusammen mit dem Testdatum gespeichert, damit ich meinen Fortschritt später besser vergleichen konnte.

Aus Schwächen eine konkrete Lernliste machen

Auf Basis des Sample Tests habe ich eine kurze Liste mit Themen erstellt, die Auffrischung oder vertiefte Wiederholung brauchten.

Dieser Schritt wirkt unscheinbar, ist aber sehr hilfreich. Ohne eine solche Liste wird die Vorbereitung schnell zu breit. Mit ihr lassen sich die Lerneinheiten deutlich gezielter planen.

Zusätzlich habe ich den offiziellen Exam Guide gründlich gelesen, weil Sample Questions nie den gesamten Prüfungsumfang abdecken. Gerade dort tauchen oft Themen auf, die im Beispieltest nicht sichtbar werden.

Eigene Fragen und strukturierte Notizen erstellen

Eine Methode, die mir bei Zertifizierungen immer wieder hilft, ist das Formulieren eigener Fragen.

Für diese Prüfung habe ich rund zehn Fragen entworfen, teils eher allgemein, teils technischer. Dieser Ansatz zwingt dazu, aktiv in Prüfungslogik zu denken, statt Inhalte nur passiv noch einmal zu lesen.

Parallel dazu habe ich wie immer strukturierte Notizen geführt. Egal ob Videos, Dokumentation oder ältere Unterlagen: Die wichtigsten Punkte habe ich auf dem Laptop festgehalten, damit sie später leichter zu durchsuchen, zu überarbeiten und bei Bedarf auszudrucken sind.

Vorhandenes Material sinnvoll wiederverwenden

Ich habe nicht bei null angefangen.

Ein Teil meiner Vorbereitung basierte auf Notizen aus der Professional Machine Learning Engineer Prüfung, insbesondere dort, wo sich Themen mit AI-Plattformdiensten und angewandten GenAI-Konzepten überschnitten. Teile dieser Notizen habe ich in Audio-Zusammenfassungen umgewandelt und beim Sport oder in kurzen freien Zeitfenstern angehört.

NotebookLM war in diesem Ablauf besonders nützlich. Das Tool half beim Strukturieren, Zusammenfassen und Erstellen audioähnlicher Wiederholungsinhalte auf Basis meiner eigenen Notizen. Für Zertifizierungsvorbereitung ist das eine sehr praktische Möglichkeit, Leerlaufzeiten sinnvoll zu nutzen.

Einen klaren Prüfungstermin setzen

Ich würde empfehlen, die Prüfung ein bis zwei Wochen im Voraus zu buchen.

Das schafft einen klaren Zeitrahmen für die Vorbereitung, ohne den Prozess unnötig in die Länge zu ziehen. Gleichzeitig ist es gut zu wissen, dass oft auch sehr kurzfristige Buchungen möglich sind. In meiner Erfahrung kann sogar kurz vor dem Start noch ein Slot verfügbar sein.

Entscheidend ist weniger der genaue Buchungszeitpunkt als der Fokus, den ein fixer Termin erzeugt.

Die Online-Prüfungsumgebung bewusst vorbereiten

Ich habe mich für die online beaufsichtigte Variante entschieden, um Reisezeit zu sparen.

Das funktioniert gut, wenn die Umgebung vorher sauber vorbereitet ist. Vor der Prüfung würde ich empfehlen:

  • einen ruhigen Raum zu wählen, der sich schließen oder abschließen lässt
  • den Schreibtisch von unnötigen Gegenständen zu befreien
  • Webcam und Mikrofon vorab zu testen
  • die Internetverbindung zu prüfen
  • sicherzustellen, dass der Secure Browser installiert und aktuell ist

Diese kleinen Vorbereitungen reduzieren Stress und verhindern unnötige Probleme kurz vor Prüfungsbeginn.

Wie sich die Prüfung angefühlt hat

Die Prüfung dauerte etwa 90 Minuten und umfasste ungefähr 50 Fragen.

Insgesamt fand ich sie nicht übermäßig schwierig, aber mehrere Fragen waren lang genug, dass sorgfältiges Lesen wichtig war. Dadurch war gutes Zeitmanagement relevanter als reines Tempo.

Mein praktischer Ansatz war:

  • jede Frage aufmerksam lesen
  • unklare Fragen markieren und später erneut prüfen
  • bei Bedarf die gesamte verfügbare Zeit nutzen
  • die Prüfung auch als Lernmöglichkeit betrachten

Gerade der letzte Punkt ist hilfreich. Selbst anspruchsvollere Fragen zeigen oft, wie Google möchte, dass man über reale GenAI-Anwendungsfälle und Plattformentscheidungen nachdenkt.

Auch nach der Prüfung noch Notizen machen

Nach der Prüfung habe ich Themen und Fragetypen festgehalten, die sich weniger klar angefühlt haben.

Solche Notizen bleiben auch nach einem bestandenen Versuch wertvoll. Sie helfen bei späteren Auffrischungen, erleichtern mögliche Wiederholungen in aktualisierten Prüfungsvarianten und verbessern die Vorbereitung auf verwandte Zertifizierungen.

Außerdem habe ich mir notiert, dass das Badge auf Credly in der Regel erst ein paar Tage nach der Prüfung erscheint. Zwischen bestandenem Exam und sichtbarem Badge kann also eine kurze Verzögerung liegen.

Empfehlung

Die Generative AI Leader Prüfung wirkte auf mich zugänglicher als viele Associate- oder Professional-Level-Zertifizierungen von Google Cloud, profitierte aber trotzdem klar von einer strukturierten Vorbereitung.

Wenn du diese Prüfung planst, würde ich einen einfachen Ablauf empfehlen:

  • mit dem Sample Test starten
  • Wissenslücken in eine fokussierte Lernliste überführen
  • den Exam Guide gründlich lesen
  • eigene Fragen formulieren
  • vorhandene Notizen in alltagstauglichen Formaten wiederverwenden

Mit diesem Ansatz bleibt die Vorbereitung effizient und stärkt echtes Verständnis statt nur kurzfristiger Wiedererkennung.

Referenzen